Kennt ihr Leute, die im Home Office arbeiten?

Habt ihr diejenigen schon mal gefragt, ob sie da nicht total vereinsamen, so ausgeschlossen von der Gesellschaft? Habt ihr ihnen gesagt, dass ihr es nicht ok findet, wenn sie durch diese Arbeitsweise eine Parallelgesellschaft zum normalen Büroalltag fördern?

Oder arbeitet ihr vielleicht selbst von zuhause aus? Hat euch schon mal jemand gefragt, ob euch die sozialen Kontakte zu Freunden nicht fehlen? Und wenn das alle so machen würden wie ihr, ob ihr dann verantwortlich seid, wenn dann alle Büros zusperren müssen?

Nein?

Das dachte ich mir. Weil schließlich ist es ja die Entscheidung jedes einzelnen, wie er am besten und liebsten arbeiten kann und möchte.

Warum aber werden das Eltern gefragt, wenn sie über das Homeschooling ihrer Kinder sprechen oder nachdenken?

Manche meinen jetzt vielleicht, das kann man nicht vergleichen? Ich finde schon. So wie es bei Erwachsenen welche gibt, die lieber von zuhause aus arbeiten – aus welchem Grund auch immer – gibt es auch bei Kindern welche, die besser von zuhause aus lernen. So wie es bei Erwachsenen welche gibt, die nach einer Phase mit Home Office wieder im Büro arbeiten, gibt es auch Kinder, die wieder in eine Schule gehen.

Warum also werden Eltern und ihre Kinder hier so kritisiert? Was steckt hier dahinter? Sind es starre Denkmuster, die aus unserer eigenen Kindheit und Erfahrung kommen?

Wie bei vielen Themen geht es doch auch hier um Akzeptanz und Respekt. Nur weil etwas für mich und mein Kind nicht passt, heißt das doch nicht, dass es nicht für andere passen kann? Will nicht jede Mutter und jeder Vater einfach nur das beste für das Kind? Und wer soll so etwas entscheiden dürfen, wenn nicht die Familie selbst, um die es geht?

Denn:

„Die Dinge, die wir wirklich wissen, sind nicht die Dinge, die wir gehört oder gelesen haben, vielmehr sind es die Dinge, die wir gelebt, erfahren und empfunden haben.“ Calvin M. Woodwards

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4 Gedanken zu “Home …?

  1. sehr sehr gut geschrieben! So lange das Schulsystem nicht jedes Kind so akzeptieren kann, wie es ist, sollte es Eltern freigestellt werden, ob sie ihr Kind zuhause oder in der Schule unterrichten wollen.
    Liebe Grüße,
    Isabelle

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  2. Da hast du kurz und präzise auf den Punkt gebracht, was auch ich denke 🙂
    Ich bin auch sehr dafür, Kindern Homeschooling zu ermöglichen. Besonders diejenigen, die anders sind, deswegen ausgegrenzt werden und sich ohnehin in einem Klassenzimmer mit bis zu dreißig Schülern nicht richtig konzentrieren können, würden davon profitieren. Wichtig ist doch, dass man den Stoff überhaupt lernt, ob man das nun zu Hause tut oder in der Schule, sollte dabei doch egal sein.

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