Morgen ist Muttertag. Was ich mir wünsche? Blumen, Schokolade, Kosmetik? Nein. Meine Wünsche sind ganz andere.

Was ich mir für alle wünsche

Vorweg: Ich verwende absichtlich immer die Einzahl „Kind“, weil jedes Kind eine eigene Persönlichkeit ist. Natürlich sind hier Mehrkindfamilien ebenso gemeint und eingeschlossen ❤

Ich wünsche mir, dass wir als Eltern ernster genommen werden. Dass endlich anerkannt wird, dass Kinder verschieden sind und nur die Eltern die Experten für das Kind sind. Dass wir nicht von Ärzten abwertend behandelt werden, weil unser Bauchgefühl uns sagt „Dem Kind geht es nicht gut“. Dass den Eltern, die Hilfe brauchen, geholfen wird und denen, die keine brauchen, keine aufgezwungen wird.

Ich wünsche mir, dass das Eltern-Bashing aufhört. Jeder soll selbst entscheiden können, wie er sich sein Leben mit Kind vorstellt, solange es dem Kind gut dabei geht.  Früher wurden die Eltern – allen voran die Mütter – schief angeschaut, wenn sie ihr Kind schon mit 3 in den Kindergarten gaben. Heute ist es umgekehrt. Geht man mit einem dreijährigen Kind einkaufen, wird man gefragt: „Na, ist denn heute kein Kindergarten?“ Es gibt kein richtig oder falsch. Es gibt nur ein „Wir als Eltern haben das so entschieden“. Fertig.

Ich wünsche mir, dass beide Entscheidungen unterstützt werden. Ich möchte, dass Frauen unterstützt werden, die einen Betreuungsplatz für ihr Kind suchen. Dass es keine Lücke zwischen der maximalen Karenzzeit von 2 Jahren und dem möglichen Kindergarteneintritt mit 2,5 Jahren gibt. Ich möchte, dass anerkannt wird, wenn Mütter gerne beim Kind zuhause bleiben wollen. Wir wissen ja ungefähr, was ein Kindergartenplatz pro Monat kostet, aber Mütter, die ihr Kind länger zuhause betreuen, werden nicht honoriert.

Ich wünsche mir, dass es zumindest gleich viele Rechte wie Pflichten gibt. Ich möchte, dass Kinder mit besonderen Bedürfnissen das Recht auf einen Integrationsplatz haben. Dass bei Bedarf eine adäquate Betreuung bereitgestellt werden kann. Dass die Eltern dieser Kinder nicht ständig in Bürokratie ersticken und um jede Kleinigkeit kämpfen müssen. Dass erst von einer Anwesenheitspflicht gesprochen werden darf, wenn auch geeignete Aufsichtspersonen anwesend sind.

Ich wünsche mir, dass Kinder wieder mehr Kinder sein dürfen. Dass sie Zeit haben zu spielen, zu entdecken, nachmittags nicht stundenlang bei Hausaufgaben und beim Lernen sitzen. Dass nicht auf ihren Schwächen herumgedoktert wird, sondern ihre Stärken gefördert werden. Dass es mehr Freiheit und weniger Zwang gibt.

Ich wünsche mir, dass die Arbeitgeber unterstützt werden, wenn sie Mütter und Väter einstellen. Dass Frauen für die gleiche Arbeit den gleichen Lohn bekommen. Dass alleinerziehende Eltern mehr Pflegeurlaub bekommen. Dass Teilzeitarbeit und Home Office für mehr Eltern eine Möglichkeit sind und die Arbeitsmodelle flexibler werden.

Ich wünsche mir, dass Männer, die in Karenz oder Elternteilzeit gehen, nicht von ihren Chefs und Kollegen belächelt oder sogar gemobbt werden. Dass es selbstverständlicher wird, dass Männer das tun. Dass der Job des Mannes nicht wichtiger genommen wird als der der Frau.

Ganz schön viele Wünsche. Auch wenn Österreich ein Land ist, wo verhältnismäßig viel für Familien getan wird, könnte es immer noch besser sein.

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Was ich mir für mein Kind wünsche

Mein allerallergrößter persönlicher Wunsch ist, dass mein Kind glücklich ist. Dass es in einer Zeit ohne Krieg, Armut und ähnlichem aufwachsen kann. Dass es lernen darf, dass jeder Mensch gleich viel wert ist, egal welcher Herkunft, Hautfarbe oder Schulbildung. Und dass man sich nicht verbiegen muss, man selbst sein darf und genau so wie man ist geliebt wird.

 

Ihr dürft die Liste gerne in den Kommentaren ergänzen. Ich freue mich! 🙂

 

 

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