Der letzte seiner Art

Vorige Woche kam die Meldung in die Medien. Der letzte seiner Art lief vom Band.

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Ich muss sagen, das macht mich schon ein wenig traurig. Wieder ein Stück Kindheit, das ausgemustert wird. Ach ja, die Rede ist vom Videorekorder. Jetzt wird er nicht mehr hergestellt. Manche von euch werden sich wundern, dass sie überhaupt bis vor kurzem produziert wurden. Die zugehörige VHS-Kassette wurde übrigens schon seit 2002 nicht mehr hergestellt.

Falls ihr also noch Magnetbänder mit euch wichtigem Material habt, dann ist es an der Zeit, sie zu digitalisieren. Falls euch das zugehörige Equipment oder die Zeit fehlen, gibt es zahlreiche Anbieter, die diesen Dienst anbieten.

Erinnerungen und veränderte Zeiten

Meine erste Erinnerung hab ich an das Video 2000 Gerät. Der graue riesige Kasten hatte tolle Tasten. Für Kinderhände wie gemacht. Und soviel ich mich erinnern kann, wurden die Kassetten beidseitig bespielt. Oder?

Jedenfalls kam danach der Videorekorder ins Haus. Wieder mal hatte sich ein anderes Format durchgesetzt als anfangs gedacht. Ging mir als Teenager auch so, da dachte ich nach den Walkmans und Portable CD-Playern wird sich der Mini-Disc-Player durchsetzen. Schweineteuer war das Ding, aber es stand Sony drauf und es glänzte blau. Die Mini-Discs ruckelten weniger und waren einfacher einzustecken. Doch dann kamen die MP3 Player. Tja.

Zurück zum Videorekorder. Ein tolles Ding. Endlich konnte man sich Tom und Jerry aufnehmen und so lang anschauen wie man wollte. Stundenlang. Und dann wieder von vorne. Oder Dumbo, der fliegende Elefant. Dumbo hatte ich auf Video 2000 und wirklich oft angeschaut. Sehr oft. Sehr, sehr oft. Davon muss ich mindestens ein Verlust-Trauma erlitten haben. Ich weine nämlich heute noch wenn ich die Szene sehe, wo die Elefanten-Mutter durch die Gitterstäbe winkt. Damals weinte ich, weil ich das Kind war, heute weine ich, weil ich selbst Mama bin. So ändern sich die Zeiten.

Lieblingsfilme

Andere Lieblingsfilme aus dieser Zeit waren Crocodile Dundee, Der Prinz aus Zamunda, Die Glücksritter, Pierre Richard und Gérard Depardieu Filme, Die Götter müssen verrückt sein und natürlich Bud Spencer und Terence Hill Filme. Und ein Film fiel mir voriges Jahr auch wieder ein, kennt ihr ihn?

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Diese Filme und ihr Humor sind für mich zeitlos. Ich habe ihn mir auf DVD gekauft. Obwohl ich gerade gelesen habe, dass sich wohl nur das Format Bluray durchsetzen wird. Aber das ist wieder eine andere Geschichte.

An welche Filme erinnert ihr euch gerne zurück?

 

 

Bildquelle des erstens Bildes: http://www.pixabay.com

 

 

Phantasie am Boden

Wo spielen Kinder am liebsten? Natürlich: Auf dem Boden.

Jeder kennt den klassischen Autospieleteppich, mit Straßen, Parkplätzen, Gebäuden und einer Tankstelle. Doch ich war nie ganz glücklich damit. Er war schwer zu reinigen, die Gummierung an der Unterseite begann zu bröseln und an den Rändern drehte er sich auf und wurde zur Stolperfalle.

Meine Tochter liebt es, mit ihren Schleich-Tieren zu spielen. Mittlerweile umfasst ihre Sammlung einen ganzen Zoo. Auch dafür war der Teppich nicht optimal. Deshalb machte ich mich auf die Suche nach einer Alternative und wurde schließlich bei Stikkipix fündig. Diese Spielematten hatten alles was mir wichtig war: leicht zu reinigen, wasserfest, bunt und hergestellt ohne Phthalate in Deutschland. Eine Matte hat eine Größe von 1 x 1,5 m und es gibt Matten, die kompatibel und somit aneinandergelegt erweiterbar sind.

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Die Spielmatte liegt bei uns im Esszimmer, da man von dort sowohl in die Küche als auch ins Wohnzimmer sieht. Wir haben unsere Matte jetzt schon einige Jahre und sie wird täglich bespielt. Die aufgedruckten Motive eignen sich für Schleich-Tiere ebenso wie für Playmobil, Autos und andere beliebte Spielsachen.

Wo spielen eure Kinder denn am liebsten? 🙂

Dieser Text spiegelt lediglich meine persönliche Meinung wieder.

Wenn der Körper nicht mehr mitspielt

Es war vor über einem Jahr, wir waren gerade auf dem Weg nach Italien. Ich saß am Steuer und ich bin mir nicht mehr sicher, war es noch in Kärnten oder schon in Norditalien. Jedenfalls waren wir über fünf Stunden (mit kleinen Pausen) unterwegs. Ich glaube, es war kurz nach einer der Mautstationen, bei denen man sich ein Ticket ziehen muss, wenn man in Italien auf die Autobahn auffährt.

Ich streckte mich durch, da das lange Sitzen ungewohnt war. Ein paar Kilometer später merkte ich plötzlich, wie ich zu schwitzen begann, obwohl es nicht wärmer war als zuvor. Mein Puls raste und meine Ohren fingen an zu dröhnen. Ich sagte zu meinem Mann, der hinten bei unserer Tochter saß, dass mir grad nicht gut sei und versuchte, mich auf der rechten Fahrspur einzureihen. Zum Glück war sehr wenig Verkehr und ich stoppte sofort in der nächsten Pannenbucht. Ich stieg aus und zitterte am ganzen Körper, musste mich aber gleich wieder hinsetzen.

Plötzlich ging nichts mehr

Jeder, der schon einmal ohnmächtig wurde, kennt vielleicht das Gefühl davor, das Blut rauscht, man sieht verschwommen, nimmt alles wie durch einen Helm wahr, und dann wird einem schwarz vor Augen. In mir lief es ab wie ein Film. Was, wenn ich jetzt während der Fahrt ohnmächtig geworden wäre? Hätten wir überlebt? Wären wir gegen die Leitplanke geschlittert, oder in ein anderes Auto? Hätten wir unschuldige Menschen mit in einen Unfall verwickelt?

Ich kauerte mich auf den Rücksitz und trank kleine Schlucke Wasser, aber es wurde nicht rasch besser. An uns fuhren die Autos in einem wie mir vorkam Höllentempo vorbei und ich wollte dort nur noch weg. Also fuhr mein Mann weiter, zuvor warteten wir bis wirklich kein Auto kam. Ich möchte mir nicht vorstellen, wie es wäre, wenn man bei dichtem Verkehr aus so einer Pannenbucht auffahren will. Wir hätten wohl die italienische Polizei gebraucht, um uns zur nächsten Abfahrt zu bringen.

Erst ein, zwei Stunden später fühlte ich mich wieder lebendig. Davor saß ich nur da und konzentrierte mich auf meine Atmung. Ich dachte mir, so ähnlich muss sich sterben anfühlen. Ich hatte das Gefühl, nichts ging mehr.

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Im Urlaub angekommen dachte ich, ich habe mir vom langen Sitzen irgendwie die Nerven oder die Durchblutung abgeklemmt und zu wenig getrunken hatte ich bestimmt auch. Mir war zeitweise schwindelig, aber sonst ging es, und wir verbrachten zehn schöne Tage. Am Tag der Heimfahrt packten wir alles und fuhren am späten Nachmittag los. Ich saß wieder am Steuer. Doch kurz vor dem Knoten Udine ging es wieder los. Ich sah die vielen Verkehrsschilder, den dichter werdenden Verkehr, die Auf- und Abfahrten vor den riesigen Brücken und merkte, wie mir wieder schwindelig wurde. Ich konnte unmöglich weiter fahren. Ich hielt am Pannenstreifen und wusste nicht wie mir geschah. Saß ich komisch? Klemmte ich mir beim Fahren irgendetwas ab? Was war nur los?

Mein Mann fuhr die restliche Strecke. Wieder zuhause ging es mir nicht wirklich besser. Das Schwindelgefühl wollte nicht mehr weg gehen. Ich lag abends wach, weil der Schwindel mich nicht schlafen ließ. Es war, als lebte ich auf einem Schiff, das ständig schwankte.

Nach dem Arzt ist vor dem Arzt

Eine Odyssee von Arztbesuchen begann. Ich hoffte, dass es einfach irgend ein Mangel war, und ließ mir zuerst vom Hausarzt Blut abnehmen. Eine Woche später war ich wieder dort, doch der Befund war völlig unauffällig. Alles bestens. Ich bekam eine Überweisung zum Augenarzt, und musste auf den Termin warten. Wieder vergingen Wochen, in denen ich nicht wusste, was mit mir los ist. In denen ich gefangen war, weil ich mich nicht Autofahren traute.

Auch beim Augenarzt passte alles. Meine Brille sei optimal, meine Augen gesund, nichts zu erkennen. Als nächstes bekam ich eine Überweisung zum Radiologen. Dort wurde der Durchfluss meiner Halsschlagadern kontrolliert. Der Arzt war total nett und versuchte mich aufzuheitern. Er meinte, es ist alles bestens und jetzt habe ich einen Wert zum Vergleich, wenn ich dann mit 80 Jahren wieder kommen würde.

Ein Termin für ein MRT wurde vereinbart. Damit ging das Gedankenkarussell dann so richtig los. Ich schwankte zwischen „Bitte findet endlich was“ und „Bitte kein Hirntumor“. Ich hatte Angst, was aus meiner Tochter werden würde, wenn ich nicht mehr für sie da sein könnte. Die Wartezeit für das MRT kam mir lange vor, doch als der Tag dann da war, war ich kurz davor abzusagen. Seit dem Urlaub waren inzwischen drei Monate vergangen. Viele gaben mir Tipps, wie man es in dieser Röhre aushalten kann. Ich weiß nicht was sie genau gemacht haben, aber es waren zwei verschiedene Untersuchungen, daher dauerte es länger als ein normales Schädel-CT. Der Termin war um 21 Uhr abends. Da die Wartelisten sehr lang sind, wird dort bis spät in die Nacht gearbeitet. Ich lag da drin und versuchte mich nicht zu bewegen. Sogar schlucken sollte man vorsichtig. Die kleinste Bewegung und die ganze Untersuchung ist umsonst, hatte man mir gesagt. Aber nochmal wollte ich dort nicht so schnell hin. Ich stellte mir vor, das laute Klopfen und Brummen sei ein Rockkonzert, und versuchte mir Melodien dazu auszudenken. Doch nach einigen Minuten dachte ich, ich stehe es nicht durch. Ich wusste nicht mehr, wie ich noch ruhig liegen soll. Die Unterlage war hart und mir taten die Füße und der Rücken weh. Als das Gerät endlich verstummte, war ich heilfroh.

Auch zum HNO wurde ich geschickt. Er war der erste, der etwas fand. Das war fast schon beruhigend. Er meinte, ich habe Durchblutungsstörungen im Innenohr und die beste Therapie wären vier Wochen Malediven, weil das meist von Stress ausgelöst wird. Er fragte, ob ich denn Stress habe. Darüber konnte ich nur lächeln. Haben wir nicht alle Stress? Mit Kind zuhause, kurz vor dem Umzug in ein neues Haus, mitten im Packen und Renovieren… Ja, das konnte man schon Stress nennen. Er verschrieb mir drei verschiedene Medikamente. Und er machte mir klar: So schnell ist das nicht wieder in Ordnung, ich solle mich darauf einstellen, dass das mehrere Monate dauern wird. In sechs Wochen sollte ich wieder kommen. Bis dahin hätte ich dann ja auch den MRT und CT Befund…

Nach ein paar Tagen konnte ich den Befund endlich abholen. Sofort kramte ich den Arztbrief heraus und setzte mich zum PC, um die Begriffe zu googeln. Zum ersten Mal sah ich meinen Kopf von innen sozusagen. Im Befund stand, dass meine Halswirbel im Bereich 5/6 etwas abgenutzt sind, aber sonst keine Auffälligkeiten. Ich war erleichtert und gleichzeitig verstand ich die Welt nicht. Warum ging es mir nicht gut, obwohl ich anscheinend gesund war?

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Was kann mit mir los sein, ich war 32 Jahre alt und laut allen Befunden soweit gesund? Es war eine sehr belastende Zeit. Ich bekam Physiotherapie und Heilmassagen verschrieben, die mir sehr gut taten und Verspannungen lösten. Ich musste immer jemanden bitten, mich zu den ganzen Terminen zu fahren. Meine Mama und meine Schwester spielten immer geduldig das Taxi, kauften für mich ein und warteten bei Arztterminen. Was tut man am Land ohne Auto, noch dazu mit Kind? Doch ich traute mich nicht selbst zu fahren. Im Auto war der Schwindel besonders schlimm. Ich hätte es mir nie verzeihen können, wenn ich einen Unfall verursacht hätte.

So ging das dann über Monate. Ende des Jahres gab ich dann die ganzen Symptome aus einem Impuls heraus in eine Google-Suche. Und plötzlich stolperte ich über einen Bericht einer Frau, die genau das schrieb, was mir widerfahren war. Auf dem Weg in den Urlaub, ihr wurde schwarz vor Augen. Ihr Herz raste, sie schwitzte. Sie wusste allerdings was das war: Eine Panikattacke.

Endlich war da eine Antwort

Eine Panikattacke? Ich? Ein psychisches Problem? Ich? War das tatsächlich alles nur in meinem Kopf? Bildete ich mir das ganze etwa nur ein? Aber ich war doch immer ein stabiler Mensch, warum passierte mir so etwas? Und vor allem, wie geht das wieder weg?

Endlich hatte ich ein Aha-Erlebnis. Ich hatte das Gefühl, eine Antwort gefunden zu haben. Es fiel mir wie Schuppen von den Augen. Ich las genauer darüber nach. Dort stand es genau so – emotionale Überlastung, meist bei Einkehr von Ruhe, treten solche Attacken auf. Unser Leben hatte sich kurz davor deutlich gebessert. Wir hatten die Diagnostik der Tochter hinter uns, hatten endlich ein Haus gefunden, hatten alles soweit geregelt und uns auf den Urlaub gefreut. Und dann sagte mein Körper: Pause.

Und jetzt?

Mittlerweile habe ich beinahe einen Zweitwohnsitz beim HNO. Ich bin alle paar Wochen dort. Dazwischen war es mal besser, mal schlechter. Er meinte, Wetterwechsel und Anstrengungen werde ich noch lange spüren.

Auch zur Osteopathin gehe ich jetzt regelmäßig und bin davon begeistert. Außerdem ist das die Zeit, in der ich mal wirklich abschalten kann. Im Frühjahr habe ich mir Fahrstunden genommen. Ja, nach 15 Jahren unfallfreier Fahrt mit teilweise über 10.000 km im Jahr fing ich nochmal von vorne an. Aber ich brauchte die Sicherheit. Ich brauchte das Wissen, dass jemand neben mir sitzt, der im Notfall da ist.

Ich muss mich noch immer sehr konzentrieren, wenn ich fahre, und fahre noch immer keine weiten Strecken. Aber ich weiß jetzt, dass sich vieles im Kopf abspielt. Wenn ich merke, dass mein Puls sich beschleunigt, versuche ich mich abzulenken. Ich mache das Fenster auf, drehe die Musik lauter und singe mit, nehme mir einen scharfen Kaugummi oder trinke etwas. Wenn ich mich unwohl fühle, bleibe ich stehen und gehe ein paar Schritte. Für mich war es vor einem Jahr noch unvorstellbar, dass ich mal nicht diejenige bin, die am Steuer sitzt. Ich fuhr immer gerne Auto. Umso härter traf es mich, dass genau das jetzt bei mir Panik auslösen kann. Aber dieser Film, der seit der Situation auf der Autobahn in meinem Kopf festsitzt, ist noch zu präsent.

Ich bin nicht alleine

Dieser Text ist sehr persönlich und ich habe lange damit gerungen, ihn aufzuschreiben. Warum ich es dennoch tue? Weil ich hoffe, dass auch andere diese Antwort finden, die ich damals so verzweifelt gesucht habe. Weil ich traurig bin, dass kein Arzt erkannt hat, was mit mir los ist. Weil man sich für seine Psyche nicht zu schämen braucht. Weil psychische Erkrankungen noch immer ein Tabuthema sind, aber nicht länger sein sollen. Weil auch andere den Mut haben sollen, sich Hilfe zu suchen.

Es ist eine lange, beschwerliche Reise. Ich kann euch nicht sagen, wie lange sie dauert, denn auch ich bin noch mittendrin. Ich habe akzeptiert, dass es so ist wie es ist, und kann jetzt etwas tun, um meine Lebensqualität wieder schrittweise zu verbessern. Die wichtigste Erkenntnis von mir für alle Betroffenen: Ihr seid nicht alleine. ❤

 

Jetzt bloß nicht lachen

Gestern war Sonntag. Das Wetter war leider wieder einmal, nunja, nennen wir es herbstlich. Also hatte ich Zeit für ein bisschen Beauty!

Dieses Mal wollte ich ein günstigeres Produkt ausprobieren. Auf der Packung steht 1-2 Mal die Woche – was ich für sehr übertrieben halte. Ich verwende solche Masken maximal einmal im Monat.

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Die Anwendung

Das Auftragen gestaltete sich etwas schwierig. Es wäre besser gewesen, den gesamten Inhalt in ein Schälchen zu geben und dann mit den Fingern aufzutragen. Ich habe es gleich aus der Packung aufgetragen und die klebrige Masse zog Fäden und hinterließ klebrige Tropfen auf dem Waschbecken.

Sonst ließ sie sich aber einfach auftragen und ich hatte ein gutes Gespür dafür, wo schon genug aufgetragen war. Der Packungsinhalt war auch gut bemessen. Es blieb sogar noch etwas übrig für die T-Zone meines Mannes. Der ließ sich das ganze aber nur unter dem Versprechen, dass ich davon kein Foto mache, auftragen. Sorry Leute.

Die Trocknungszeit ist mit 10-15 Minuten angegeben, was auch gut hinkommt. Man spürt es eh, wenn es an den Seitenrändern anfängt hart zu werden. Jetzt bloß nicht lachen, bis alles vollständig getrocknet ist. 😉

Die Maske ließ sich leicht und gleichmäßig abziehen und die Haut sah danach auf jeden Fall erfrischt und rein aus. Mit lauwarmem Wasser die letzten Reste abgerubbelt und dünn eingecremt fühlte es sich sehr angenehm an. Einzig und allein der doch sehr markante Geruch nach Alkohol, der sogar etwas in den Augen brannte, störte mich.

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Mit der um einiges teureren Peel-off-Maske, die ich euch schon mal gezeigt habe, kann diese leider nicht mithalten. Aber für eine Reinigung zwischendurch um Hautschüppchen gründlich zu entfernen kann ich sie auf jeden Fall empfehlen.

 

Dieser Artikel spiegelt lediglich meine persönliche Meinung wieder.

Bloggen für Frieden

Ich sitze hier vor einem fertigen Text und traue mich nicht, auf veröffentlichen zu klicken. Warum?

Diese Seite ist eine angelehnte Tür in mein Hirn, mein Herz, ja manchmal sogar in mein Heim, und jeder der im Internet ist, kann durch diese Tür durchgehen.

Ich bin ein sehr reflektierter Mensch. Ich überdenke alles, kenne meine Stärken und Schwächen, bin bereit an mir zu arbeiten, aufgeschlossen gegenüber Neuem und ändere meine Meinungen und Ansichten wenn es erforderlich ist.

Alles fließt, wie Heraklit schon erkannte.

Doch wohin fließen meine Zeilen, meine Worte, meine Gedanken? Werden sie so gelesen, wie ich sie gemeint habe? Oder werden sie vielleicht von den falschen Menschen am Ende gegen mich verwendet?

Ja, an dieser Stelle kann man sich denken, dass ich dann beim Bloggen falsch bin, oder zu feig dazu. Dass ich bei belanglosen Themen bleiben soll oder lieber ganz aufhören. Aber das will ich nicht. Ich liebe es zu schreiben und habe etwas zu sagen. Mal ist es etwas Kritisches, mal etwas Lustiges, mal etwas Unwichtiges. Egal ob es nur für mich ist oder für hundert andere. Für mich ist es befreiend.

Hier geht es nicht um Leser, die meinen Text kritisieren, eine andere Meinung haben oder sonstiges. Sondern um Ämter, Institutionen und andere, die dir vielleicht deine eigenen Worte verdrehen, um dich dort hin zu kriegen, wo sie dich haben wollen.

Gestern die Meldung: Hausdurchsuchung bei Hasspostern, rigoroses Durchgreifen.

Zuerst dachte ich, bravo, gut so. Die Hetze gehört gestoppt, eingedämmt, kontrolliert.

Doch dann dachte ich, dass auch diese Maßnahme überdacht gehört. Wurden da wirklich nur „Schuldige“ durchsucht? Was ist mit anderen Personen, die in diesen Wohnungen leben, vielleicht sogar Kinder? Gibt es vielleicht Fälle, wo schon länger versucht wird, an bestimmte Menschen ran zu kommen, und irgend ein Posting ist jetzt ein willkürliches Mittel zum Zweck?

Ich möchte nochmal betonen, ich verurteile jegliche Art von Hass und Gewalt gegen Lebewesen, egal ob physisch oder verbal. Ich möchte aber trotzdem zu bedenken geben, dass es sich bei besagten Postings um Kommentare in einer geheimen (!) Facebook-Gruppe handelte. Mobbing, Hass und Hetze sind immer zu verurteilen. Wir müssen aber dort ansetzen, wo sie entstehen.

Das was wir im Internet lesen ist nur der Gipfel. Solche Maßnahmen machen manche vorsichtiger oder mundtot, ändern aber nichts daran, was besagte Personen denken. Und dort schlummert die wirkliche Gefahr: in den Köpfen der Menschen.

Nein, ich bete nicht für Nizza. Ich trauere um die Opfer und Attentäter. Ich trauere, weil viele Menschen sterben mussten. Weil es manche Menschen gibt, die glauben, im Recht zu sein, stärker zu sein, mächtiger zu sein. Ich trauere darüber, weil diese Menschen die Kinder, die Familie, die Freunde von jemandem waren und nun nicht mehr da sind. Niemand wird als Rassist, als Mörder oder als Attentäter geboren. Egal woher wir kommen, aus welchem Land, aus welchem Kontinent – wenn wir geboren werden sind wir alle gleich.

Ich bete nicht

Ich sage, hört auf immer die Schuld auf andere zu schieben und mit dem Finger auf andere zu zeigen. Was kann ich selber machen, um die Welt besser zu machen? Was ist mir wichtig? Was vermittle ich meiner Umwelt, meiner Familie, meinen Kindern?

Lasst uns weniger gegen etwas und viel mehr für etwas sein. Helft anderen und lasst euch selbst helfen. Verbreitet gute Nachrichten statt schlechter.

Ich bete nicht, sondern ich setze mich ein für mehr Toleranz. Mehr Liebe. Mehr Individualität. Überlegt und hinterfragt, bevor ihr Unwahrheiten und Falschmeldungen postet oder teilt und damit Ängste und Aggressionen schürt.

Ihr meint, nur ihr alleine könnt sowieso nichts ändern? Dazu möchte ich euch diese Geschichte hier lassen:

Ein furchtbarer Sturm kam auf. Der Orkan tobte. Das Meer wurde aufgewühlt und meterhohe Wellen brachen sich ohrenbetäubend laut am Strand.

Nachdem das Unwetter langsam nachließ, klarte der Himmel wieder auf. Am Strand lagen aber unzählige von Seesternen, die von der Strömung an den Strand geworfen waren.

Ein kleiner Junge lief am Strand entlang, nahm behutsam Seestern für Seestern in die Hand und warf sie zurück ins Meer.

Da kam ein Mann vorbei. Er ging zu dem Jungen und sagte: “Du dummer Junge! Was du da machst ist vollkommen sinnlos. Siehst du nicht, dass der ganze Strand voll von Seesternen ist? Die kannst du nie alle zurück ins Meer werfen! Was du da tust, ändert nicht das Geringste!”

Der Junge schaute den Mann einen Moment lang an. Dann ging er zu dem nächsten Seestern, hob ihn behutsam vom Boden auf und warf ihn ins Meer. Zu dem Mann sagte er: “Für ihn wird es etwas ändern!”

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(Quelle: http://www.zeitzuleben.de/seesterne-retten/ gekürzte, abgeänderte Fassung aus dem Buch „Entdecke dein Gehirn“)

Unerzogen und selbstbestimmt

Zwei Worte, die derzeit häufig durch die Medien und durch Familienblogs und -seiten geistern. Doch was bedeuten sie?

Unerzogen. Das Wort hat einen fahlen Beigeschmack. Galten unerzogene Kinder doch als frech, vorlaut, undankbar und schlimm. Doch für mich und viele andere bedeutet unerzogen etwas ganz anderes. Für mich bedeutet es, mein Kind wahrzunehmen und auf seine Bedürfnisse einzugehen. Ich übe gegenüber meinem Kind nicht die Macht des Älteren und Stärkeren aus. Ich versuche das Wort „muss“ komplett zu streichen. Ich versuche, gewaltfrei zu kommunizieren. Ich versuche, keine „Wenn du…, dann…“ -Formulierungen zu verwenden.

Natürlich braucht das viel Geduld. Natürlich gibt es Situationen, da geht es nicht anders, und ich bin die bestimmende Person. Aber diese Situationen sind in Wahrheit sehr selten.

Ich habe einmal gelesen, dass es fünf Sachen gibt, die von Geburt – oder vielleicht sogar schon von Zeugung an – selbstbestimmt sind, da sie von jedem anders empfunden werden. Das ist

  • heiß und kalt
  • hungrig und durstig
  • müde

Denkt einmal darüber nach. Würde es Sinn machen, wenn ihr versucht, euch zum Schlafen zu zwingen? Warum laufen manche bei 20 Grad mit dicker Jacke herum, und andere in kurzen Hosen? Wieso isst der eine eine ganze Pizza, der andere schafft aber nur eine halbe?

Jeder Mensch ist nun mal verschieden. Und das trifft nicht nur auf Erwachsene zu, sondern auch auf Kinder. Unserer Tochter war es immer schnell zu warm. Grundsätzlich hatte sie eine Schicht weniger an als ich. Es gibt Zeiten, da möchte sie um 20 Uhr schlafen gehen, es gibt Zeiten, da läuft sie bis 22 Uhr quietschfidel herum.

Was würde passieren, wenn ich sage, sie muss um 19 Uhr ins Bett gehen?

Bei uns gäbe es vor allem eines: Frust.

Frust auf beiden Seiten. Frust beim Kind, weil es wach im Bett liegt und dort aber nicht sein will. Oder herum läuft, weil es nicht müde ist. Oder heimlich im Zimmer etwas anstellt. Frust bei den Eltern, weil sie doch schon gerne ihre Ruhe hätten. Oder weil es bei den Freunden die auch Kinder haben, doch auch klappt und die Eltern sich deshalb wie Versager fühlen.

Deshalb ist es bei uns so, dass unsere Tochter selbst entscheidet, wann sie müde ist. Als sie das noch nicht artikulieren konnte, haben wir einfach die Zeichen gedeutet. Wenn sie zB anfing zu gähnen, hatten wir noch eine gute halbe Stunde, um sie bettfertig zu machen.

Das heißt aber nicht, dass sie keine Grenzen hat und wir keine Abläufe haben. Im Gegenteil. Bei uns gibt es sehr viele Regeln, die wir immer klar kommuniziert haben. Sie weiß dass Nein wirklich Nein heißt und es dabei bleibt. Natürlich gibt es immer wieder Phasen, wo sie diese Grenzen testet. Das ist – auch wenn es anstrengend ist – sehr wichtig so. Sie testet, ob sie sich auf uns verlassen kann. Sie testet, wie wir reagieren und lernt so, selbst Nein zu sagen.

Wichtig ist aber: Beide Parteien haben das Recht auf ein Nein. Und dieses Nein wird dann auch respektiert so gut es möglich ist. Jemand hat uns einmal gesagt, wenn wir Nein sagen, dann sagen wir es mit dem Gedanken „Nein, weil ich dich liebe.“ Dasselbe gilt für unsere Tochter. Wenn sie sagt, sie will etwas nicht, dann hat das meistens einen guten Grund, und diesen versuchen wir dann zu verstehen und zu akzeptieren.

Ebenso achten wir darauf, Verneinungen zu vermeiden und Ich-Botschaften zu verwenden. Anstatt zu sagen „Ich möchte nicht, dass du das nimmst!“ sagen wir „Ich möchte, dass du das wieder hinlegst.“ Das ist sehr viel Übungssache. Mit der positiven Formulierung biete ich dem Kind aber oft gleich eine Handlungsalternative an, an der es sich orientieren kann.

Jeder, der sich dafür interessiert, wird viele Internetseiten und Bücher zu diesen Themen finden. Nichts davon wird sofort klappen. Ihr könnt aber das, was euch wichtig ist, schrittweise in euren Alltag einbauen und sehen, ob es sich für euch und eure Familie gut anfühlt.

Ich maße mir nicht an, irgendjemandem zu sagen, wie er sein Kind erziehen soll. Jeder hat eigene Wege, eigene Vorstellungen, eigene Werte und eigene Erfahrungen, vielleicht auch aus der eigenen Kindheit. Es gibt aber vielleicht Eltern, die neue Wege suchen, die sich neu orientieren wollen, die möchten, dass ihre Kinder andere Erfahrungen machen als sie selbst in ihrer Kindheit.

Deshalb liebe Eltern, hört auf euch zu rechtfertigen. Geht euren Weg mit eurem Kind – liebevoll und sorgsam. Und hört auf, andere für deren Weg zu kritisieren.

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Nachwuchs – Plötzlich 7!

Haus, Garten, Kind… Was fehlt? Eigentlich nichts. Und doch haben wir uns entschieden, noch zwei Bewohner bei uns aufzunehmen.

Vor zwei Jahren haben wir zwei Meerschweinchen aus einer Notstation zu uns geholt. Die beiden bereichern unsere Familie seither und sind besonders für unsere Tochter sehr wichtig. Diese kleinen Flauschkugeln bekommen sicher einmal einen eigenen Blogbeitrag 🙂

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Diesmal haben wir uns für gefiederte Freunde entschieden. Unsere neuen Familienmitglieder sind sehr anspruchslos. Wie der Name Laufente schon sagt, brauchen sie vor allem zwei Sachen: Platz zum Laufen und Wasser.

Zuerst haben wir ein Stück vom Garten mit feinmaschigem Gitter abgegrenzt. Dort sollen die beiden bleiben, bis sie ihre neue Umgebung etwas gewohnt sind. Außerdem haben wir den ganzen Zaun auf mögliche Fluchtmöglichkeiten untersucht und teilweise nachgebessert.

Bevor die zwei eingezogen sind haben wir Stroh und Kükenfutter besorgt und einen Stall für die Nacht gebaut. Nachts müssen sie nämlich unbedingt marder- und fuchssicher untergebracht werden.

Es ist gar nicht so leicht, etwas über diese Tiere herauszufinden. Wichtig ist, dass sie immer Wasser zur Verfügung haben und auch kleine Steinchen fressen können, welche sie zur Verdauung brauchen. Der Garten sollte frei von giftigen Pilzen und anderen giftigen Pflanzen sein. Auch Avocados sind – genau wie bei Meerschweinchen – giftig für die Tiere. Natürlich müssen sie wie fast alle Lebewesen mit mindestens einem Artgenossen gehalten werden. Und man muss sich bewusst sein, dass man eine Verantwortung für viele Jahre hat, denn Enten können 10 – 15 Jahre alt werden.

Nun sind die beiden schon über eine Woche bei uns und haben sich gut eingelebt. Am liebsten fressen sie gekochte, zerstampfte Kartoffeln. Da bleibt kein Krümel übrig 🙂 Tagsüber suchen sie ihr Futter im Garten selbst, aber hin und wieder gibt es natürlich schon Salat und andere Leckereien. Abends wartet dann Futter im Stall, was auch ein Anreiz ist, freiwillig die Nacht dort zu verbringen.

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Es macht großen Spaß, den beiden beim Planschen zuzusehen. Auf eure Blumen solltet ihr euch aber nicht zu heikel sein. Dann am besten Beete mit Zaun einfassen, denn alles was sie finden wird als Futter gewertet. Im Falle der Nacktschnecken ist das aber eine sehr nützliche Eigenschaft. 🙂

 

Urlaub vom Briefkasten

So, nun ist er da, der Juli. Wieder einmal denke ich mir, jemand sollte den Kalender umblättern. Da es aber über 30 Grad im Schatten hat, mache ich lieber keine anstrengenden, hektischen Bewegungen. Sicher ist sicher.

Ich habe mich gefragt, was hat der Urlaub mit mir gemacht? Warum habe ich im Urlaub keine Kopfschmerzen und keine Magenschmerzen? Warum kann ich mich dort besinnen und mal abschalten?

Jetzt weiß ich, was viel Stress erspart hat. Es ist der Briefkasten.

Ich musste nicht nachschauen, ob jemand Geld von uns will. Ich musste keine schlimmen Nachrichten in der Zeitung finden. Ich musste mich nicht über Sonderangebote von getöteten Tieren aufregen. Ich musste keine umständlichen Formulare ausfüllen und keine Anträge für irgendetwas stellen.

Es war schön, mal ein paar Tage nur daran zu denken, was man als nächstes essen wird, ob man lieber ein Buch oder eine Zeitschrift liest, ob man sich noch mit einem Bier auf die Terrasse setzt oder lieber schon früh schlafen geht.

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Außerdem tat es gut, mal nur einen Koffer voll Wäsche zu haben. Selbst dieser Koffer war zu voll, einiges davon haben wir gar nicht getragen. Wir hatten eine Waschmaschine im Bungalow und haben unsere liebsten Sachen und die Handtücher einmal gewaschen und den Rest gar nicht verwendet. Wir hatten nur wenig Spielsachen mit, gespielt wurde hauptsächlich mit Wasser und Sand. Wir brauchten nicht acht paar Schuhe sondern nur zwei.

Warum lässt sich dieser Minimalismus so schwer mit nach Hause nehmen?

Ich habe mir (wieder einmal) vorgenommen, Sachen zu reduzieren. Ich hadere nur immer damit, die Sachen in den Müll zu schmeißen. Vor allem wenn ich sehe, wie andere auf der Welt leben müssen. Wie andere ohne Schuhe auf Steinen kilometerlang wandern, während meine im Keller verstauben. Wie Hilfslieferungen trotz vieler Sachspenden nicht mehr transportiert werden, weil die Geldspenden fehlen und der Transport zu teuer wäre.

Wie das mit dem Verkaufen und Verschenken von Sachen so ist, habe ich ja bei Geschenkt ist noch zu teuer schon thematisiert. Was also tun? Das muss ich mir noch überlegen. Vielleicht sollte ich auch ein Buch zum Thema schreiben, wie man seine Sachen ausmistet. Diese Art von Lektüre boomt nämlich gerade. Noch besser wäre es aber, die Sachen gar nicht erst zu kaufen. Das habe ich mir übrigens auch vorgenommen.