So, nun ist er da, der Juli. Wieder einmal denke ich mir, jemand sollte den Kalender umblättern. Da es aber über 30 Grad im Schatten hat, mache ich lieber keine anstrengenden, hektischen Bewegungen. Sicher ist sicher.

Ich habe mich gefragt, was hat der Urlaub mit mir gemacht? Warum habe ich im Urlaub keine Kopfschmerzen und keine Magenschmerzen? Warum kann ich mich dort besinnen und mal abschalten?

Jetzt weiß ich, was viel Stress erspart hat. Es ist der Briefkasten.

Ich musste nicht nachschauen, ob jemand Geld von uns will. Ich musste keine schlimmen Nachrichten in der Zeitung finden. Ich musste mich nicht über Sonderangebote von getöteten Tieren aufregen. Ich musste keine umständlichen Formulare ausfüllen und keine Anträge für irgendetwas stellen.

Es war schön, mal ein paar Tage nur daran zu denken, was man als nächstes essen wird, ob man lieber ein Buch oder eine Zeitschrift liest, ob man sich noch mit einem Bier auf die Terrasse setzt oder lieber schon früh schlafen geht.

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Außerdem tat es gut, mal nur einen Koffer voll Wäsche zu haben. Selbst dieser Koffer war zu voll, einiges davon haben wir gar nicht getragen. Wir hatten eine Waschmaschine im Bungalow und haben unsere liebsten Sachen und die Handtücher einmal gewaschen und den Rest gar nicht verwendet. Wir hatten nur wenig Spielsachen mit, gespielt wurde hauptsächlich mit Wasser und Sand. Wir brauchten nicht acht paar Schuhe sondern nur zwei.

Warum lässt sich dieser Minimalismus so schwer mit nach Hause nehmen?

Ich habe mir (wieder einmal) vorgenommen, Sachen zu reduzieren. Ich hadere nur immer damit, die Sachen in den Müll zu schmeißen. Vor allem wenn ich sehe, wie andere auf der Welt leben müssen. Wie andere ohne Schuhe auf Steinen kilometerlang wandern, während meine im Keller verstauben. Wie Hilfslieferungen trotz vieler Sachspenden nicht mehr transportiert werden, weil die Geldspenden fehlen und der Transport zu teuer wäre.

Wie das mit dem Verkaufen und Verschenken von Sachen so ist, habe ich ja bei Geschenkt ist noch zu teuer schon thematisiert. Was also tun? Das muss ich mir noch überlegen. Vielleicht sollte ich auch ein Buch zum Thema schreiben, wie man seine Sachen ausmistet. Diese Art von Lektüre boomt nämlich gerade. Noch besser wäre es aber, die Sachen gar nicht erst zu kaufen. Das habe ich mir übrigens auch vorgenommen.

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