Nachwuchs – Plötzlich 7!

Haus, Garten, Kind… Was fehlt? Eigentlich nichts. Und doch haben wir uns entschieden, noch zwei Bewohner bei uns aufzunehmen.

Vor zwei Jahren haben wir zwei Meerschweinchen aus einer Notstation zu uns geholt. Die beiden bereichern unsere Familie seither und sind besonders für unsere Tochter sehr wichtig. Diese kleinen Flauschkugeln bekommen sicher einmal einen eigenen Blogbeitrag 🙂

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Diesmal haben wir uns für gefiederte Freunde entschieden. Unsere neuen Familienmitglieder sind sehr anspruchslos. Wie der Name Laufente schon sagt, brauchen sie vor allem zwei Sachen: Platz zum Laufen und Wasser.

Zuerst haben wir ein Stück vom Garten mit feinmaschigem Gitter abgegrenzt. Dort sollen die beiden bleiben, bis sie ihre neue Umgebung etwas gewohnt sind. Außerdem haben wir den ganzen Zaun auf mögliche Fluchtmöglichkeiten untersucht und teilweise nachgebessert.

Bevor die zwei eingezogen sind haben wir Stroh und Kükenfutter besorgt und einen Stall für die Nacht gebaut. Nachts müssen sie nämlich unbedingt marder- und fuchssicher untergebracht werden.

Es ist gar nicht so leicht, etwas über diese Tiere herauszufinden. Wichtig ist, dass sie immer Wasser zur Verfügung haben und auch kleine Steinchen fressen können, welche sie zur Verdauung brauchen. Der Garten sollte frei von giftigen Pilzen und anderen giftigen Pflanzen sein. Auch Avocados sind – genau wie bei Meerschweinchen – giftig für die Tiere. Natürlich müssen sie wie fast alle Lebewesen mit mindestens einem Artgenossen gehalten werden. Und man muss sich bewusst sein, dass man eine Verantwortung für viele Jahre hat, denn Enten können 10 – 15 Jahre alt werden.

Nun sind die beiden schon über eine Woche bei uns und haben sich gut eingelebt. Am liebsten fressen sie gekochte, zerstampfte Kartoffeln. Da bleibt kein Krümel übrig 🙂 Tagsüber suchen sie ihr Futter im Garten selbst, aber hin und wieder gibt es natürlich schon Salat und andere Leckereien. Abends wartet dann Futter im Stall, was auch ein Anreiz ist, freiwillig die Nacht dort zu verbringen.

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Es macht großen Spaß, den beiden beim Planschen zuzusehen. Auf eure Blumen solltet ihr euch aber nicht zu heikel sein. Dann am besten Beete mit Zaun einfassen, denn alles was sie finden wird als Futter gewertet. Im Falle der Nacktschnecken ist das aber eine sehr nützliche Eigenschaft. 🙂

 

Seltene Insekten

Vorige Woche, als wir im Garten saßen, krabbelte etwas an der gelben Hausfassade. Von weitem dachte ich an eine Spinne, so eine, die mit einer Bananenschachtel aus einem weit entfernten Land importiert wurde und jetzt mindestens einen Artikel in der Lokalzeitung und einen Einsatz eines Spinnen-Profis wert ist.

Bei näherer Betrachtung – soweit das möglich ist auf vier Metern Höhe – sahen wir jedoch, dass es sich um einen Lucanus cervus handelte, landläufig besser bekannt unter dem Namen Hirschkäfer.

Was mir viel lieber war als eine seltene, nicht einheimische Riesenspinne. Nichts gegen ausländische Spinnen, aber Spinnen mag ich überhaupt nicht. Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, mich hat mal eine gebissen und das war sehr schmerzhaft und ich musste zum Arzt. Aber zur Verteidigung der Spinnen muss ich sagen, ich mochte sie schon vorher nicht.

Gut, die Titelseite in der Lokalzeitung fiel also weg, darum habe ich das Foto des Hirschkäfers auf einer regionalen Facebook-Seite gepostet. Und siehe da, innerhalb kürzester Zeit dafür fast 100 Likes bekommen. Dieser Käfer dürfte wohl viele an ihre Kindheit erinnern, wo man von diesen braunen Geschöpfen angeblich noch mehrere sah. So ähnlich wie das Twinnie-Eis sorgt der Käfer anscheinend dafür, uns an eine bessere Zeit zu entsinnen. Deshalb möchte ich euch dieses Zurück-in-die-Vergangenheit-Bild nicht vorenthalten:

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Auch bei Twitter kamen Wörter wie „Neid“ und „Ooooh toll“ als Reaktion auf das Bild. Wir haben in der Zwischenzeit übrigens 4 dieser Käfer im Garten gesichtet, wobei einer gestern zur Nachbarin gezogen ist. Vielleicht ist der Käfer, der umgezogen ist, eher ein Einzelgänger und wollte seine Ruhe haben.

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Der Lucanus cervus lebt übrigens nur ein paar Wochen, und diese Zeit muss er sinnvoll nutzen. Was er da auf unserer Fassade macht, weiß ich nicht genau, vielleicht Ausschau nach paarungswilligen Käfern seiner Gattung halten. Die bei uns gesichteten Exemplare sind zwischen 4 und 7 Zentimetern groß. Sehr eindrucksvoll ist es, wenn einer davon einen Meter über einem drüberfliegt. Ich bin übrigens sehr froh, dass er keine Zwischenlandung auf mir gemacht hat.

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Habt ihr schon mal einen Hirschkäfer in der Natur gesehen? Oder andere seltene Tiere?

Die Frage – Teil 2

Könnt ihr euch noch an die Frage erinnern?

Vor ungefähr einem Monat kam bei uns die Frage auf – kommt ein Hund ins Haus? Sind wir bereit für weitere Verantwortung, für ein neues Familienmitglied?

Wir haben uns gut informiert. Welche Kosten kommen auf uns zu, wieviel kosten div. Tierarztbesuche, was braucht man an Ausstattung, wo ist die nächste Hundeschule…

Nun, vorerst wurde uns die Entscheidung abgenommen. Der süße kleine Welpe, der für uns in Frage kam, benötigte eine OP und eine anschließende dreimonatige Therapie. Solange diese Therapie dauert, wird er auf jeden Fall auf der Pflegestelle bleiben. Es ist noch nicht ganz fix, aber wahrscheinlich darf er dann für immer dort in der Familie bleiben, weil er ihnen verständlicherweise schon sehr ans Herz gewachsen ist. Wir sind aber in Kontakt geblieben, und wir freuen uns immer, wenn wir ein Foto von ihm bekommen.

Es gibt auf dieser Welt so viele Tiere, die auf Pflegestellen oder in Tierheimen auf ein neues Zuhause warten. Solltet ihr euch überlegen, ein Tier in eure Familie aufzunehmen, dann denkt bitte zuerst daran, euch dort umzusehen. 🙂

Die Frage

Irgendwann kommt wohl jede Familie einmal an den Punkt. Das erste Kind ist aus dem gröbsten raus, und dann fragt man sich:

Ist die Familie komplett? Oder fehlt da noch jemand? Wie sieht es mit Zeit, Platz und Finanzen aus? Oder wie entscheidet man richtig, aus dem Bauch heraus? Sind wir bereit, unser Leben wieder auf den Kopf zu stellen, uns wieder neu auf jemanden einzustellen?

Genau, wir fragen uns: Sind wir bereit für einen Hund? 🙂

Vorige Woche haben wir zufällig im Internet einen Welpen gesehen, der ein zuhause sucht. Er wurde viel zu früh von den Eltern weggegeben, und ist jetzt auf einer Pflegestelle.

Wir haben im Sommer schon darüber nachgedacht, das ganze dann aber auf Eis gelegt. Zuerst wollten wir uns einmal im Haus einleben, zur Ruhe kommen. Außerdem dachten wir, wenn dann eher einen Hund, der schon zumindest ein Jahr alt ist. Welpen brauchen doch viel Zeit und Geduld.

Aber dann haben wir eben das Bild gesehen…

Die Contra-Liste ist laaaaang. Sehr lang. Vom Kopf her müsste man sagen, nein, auf keinen Fall. Aber wenn man selbst mit Tieren aufgewachsen ist, weiß man, wie wichtig Tiere für Kinder sein können. Besonders für Kinder, die sich mit Menschen schwer tun.

Wie entscheidet man also richtig? Wir wissen es nicht. Man kann zu dem Thema viel lesen, aber es gibt immer zwei Seiten. Entscheiden müssen wir es letztendlich selbst.

 

PS: Fortsetzung folgt…